Statt durch Kanada fährt er für guten Zweck im Kanton Aargau

Die Regionalstelle Baden sucht weitere freiwillige Fahrer wie Franz Mesey.
Eigentlich wollte Franz Mesey aus Nussbaumen mit dem Auto die Welt bereisen. Aufgrund des Corona-Virus entdeckt er stattdessen den Kanton Aargau – und leistet gleichzeitig als Fahrer für das Schweizerische Rote Kreuz Kanton Aargau einen wichtigen sozialen Dienst an der Gesellschaft.

Obersiggenthal/Baden, 16.4.2021

Mehrere Tausend Kilometer haben Franz Mesey und seine Ehefrau mit dem Auto bereits zurückgelegt. Seit 2012 befährt das in Nussbaumen/Obersiggenthal wohnhafte Rentnerpaar die ganze Welt. So bereisten sie seither Afrika, Asien, Australien, Neuseeland und Südamerika.  

Seit März 2020 ist aber aufgrund der Corona-Pandemie an keine Reise zu denken. «Eigentlich wollten wir letztes Jahr nach Kanada, doch das fiel ins Wasser», erzählt Franz Mesey. Die ganze Zeit nur rumzusitzen, kam für den 74-Jährigen aber nicht in Frage. Seit August 2020 fährt Mesey für das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Kanton Aargau und entdeckt so, wie er selber sagt, immer wieder neue Orte.  

Franz Mesey ist einer von 140 Freiwilligen, die für die Rotkreuz-Regionalstelle Baden gesundheitlich beeinträchtigte Mitmenschen zu ihren medizinischen Terminen begleitet. «Ich liebe den Kontakt mit den Menschen. Das hat mir bereits auf unseren Reisen sehr viel Spass gemacht», so der gelernte Buchdrucker, der sechs Jahre in Afrika lebte. Franz Mesey gehört zu den wenigen Freiwilligen, die Rollstuhl- oder Liegendtransporte durchführen. Einen Tag pro Woche, in der Regel freitags, ist er im Einsatz. «Es wäre schön, wenn jeden Tag eine andere freiwillige Person den Rollstuhl-Fahrdienst übernehmen würde und die Verantwortung so auf mehrere Schultern verteilt wäre», so der zweifache Vater und vierfache Grossvater. Schliesslich sei der Umgang mit dem Rollstuhl auch kräftezehrend.  

Bis Ende Mai beenden zwei Fahrer ihre Freiwilligentätigkeit bei der Regionalstelle Baden. Laut der Leiterin der Regionalstelle, Anita Vogt, braucht es dringend neue Freiwillige im Rollstuhl-Fahrdienst. «Sehr viele beeinträchtige Menschen sind auf den Rotkreuz-Rollstuhlfahrdienst angewiesen. Diese Unterstützung möchten wir auch in Zukunft bieten können», so Anita Vogt.