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26.05.2016
„Ich wäre stundenlang dagelegen“
Nicht immer stösst der Rotkreuz-Notruf unmittelbar auf Begeisterung. Für Menschen, die möglichst lange zu Hause wohnen möchten, ist diese Dienstleistung trotzdem eine Erfolgsgeschichte, bestätigen Nutzer und Fachpersonen.

„Hier ist die Notrufzentrale vom Roten Kreuz, mein Name ist Blenke, guten Tag Frau Huber*“, schallt es gut hörbar durch das alte Haus in Muri. Keine Reaktion. „Frau Huber, sie haben einen Alarm ausgelöst, brauchen sie Hilfe?“ – Keine Reaktion. „Frau Huber?“– Nichts.

Das wäre der Moment, in dem das Notfallprotokoll des Rotkreuz-Notrufs aktiviert werden sollte.

Den Alarm ausprobieren
Glücklicherweise ist dies kein Notfall. „Frau Huber, sie können wieder rauskommen“, ruft Angelika Olesch, die erfahrene Betreuerin des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Aargau, in die Stube des Holzbaus. Ein paar Sekunden später steht die Pensionärin unversehrt im Korridor, wo die stationäre Freisprechanlage des Notrufs montiert ist. „Damit die Betroffenen mit dem Notruf vertraut werden, nehmen wir uns bei der Installation viel Zeit und machen gemeinsam einige Probealarme“, erklärt Olesch. Diese Tests, ebenso wie Fehlalarme und auch die richtigen Notrufe werden über einen Knopf am Armband ausgelöst und verursachen für die Nutzerin keine zusätzlichen Kosten.

Sicherheit rund um die Uhr
Für die sachgerechte Bearbeitung dieser Notrufe garantiert Thomas Krummenacher, Geschäftsführer der Rotkreuz-Notrufzentrale. „Durchschnittlich nehmen wir pro Tag 727 Anrufe entgegen, 75 davon aus dem Kanton Aargau“. Das Tochterunternehmen des SRK ist für die Beantwortung der Rotkreuz-Notrufe aus der ganzen Schweiz zuständig. Entsprechend emsig geht es in der Telefonzentrale zu und her, wo insgesamt 25 Mitarbeitende im Schichtdienst arbeiten um sicherzustellen, dass der Notruf 24 Stunden erreichbar ist.

„Vielen Dank für den Probealarm Frau Meier und noch einen schönen Tag.“ – „Wir werden Ihnen das neue Armbändeli für den Notfallknopf sofort zukommen lassen Herr Humboldt.“ – „Vielleicht haben sie aus Versehen auf den Knopf gedrückt Frau Frick, aber das ist kein Problem“.

Zum Glück seien nur rund sechs Prozent der Anrufe echte Notrufe, so Krummenacher. „Meistens sind dies Personen, die gestürzt sind und selbst nicht mehr aufstehen können.“
Einen solchen Sturz hat auch Pensionär Rudolf Lüscher* aus Aarau erlebt. „Ich wollte nachts zur Toilette und bin schwer gestürzt“, berichtet er. „Alleine konnte ich nicht wieder aufstehen, ich hatte mir ein Bein gebrochen.“ Also betätigte er den Alarmknopf woraufhin die Notrufzentrale umgehend seine erste Kontaktperson - den Sohn - mobilisierte, der ihn ins Spital brachte. „Ohne den Rotkreuz-Notruf wäre ich noch stundenlang dagelegen“, ist sich Lüscher sicher.
Personen, die ein solches Szenario auch beim Wandern oder anderen Freizeitaktivitäten verhindern wollen, bietet das SRK Aargau ein mobiles Gerät mit Sprachfunktion und GPS-Ortung.

„Lieber zu früh als zu spät“

Ein Sturz auf der steilen Treppe in ihrem Haus ist auch für Frau Huber ein Horrorszenario. „Ich hoffe ja, dass ich das Ding nie brauche“, meint sie mit Fingerzeig auf den Alarmknopf. Als ihr die Schwiegertochter zum ersten Mal vom Notruf erzählt habe, sei sie wenig begeistert gewesen. „‘So en Seich‘, habe ich gedacht. Wieder ein Schritt zurück mit der Gesundheit.“
Für viele Leute sei es schwierig ein Hilfsmittel wie den Rotkreuz-Notruf anzunehmen, bestätigt Bernadette Thürig, Leiterin Case Management im Spital Zofingen. „Doch mit seiner 24-Stunden-Zentrale unterstützt der Rotkreuz-Notruf diese Personen in ihrer Selbstständigkeit“, so Thürig. „Wir empfehlen den Notruf vor allem alleinstehenden, sturzgefährdeten Patienten, die möglichst lange bei sich zu Hause wohnen möchten.“
Auch Huber haben diese Argumente überzeugt. „Ich bin zwar noch gut unterwegs“, so die rüstige Seniorin, „aber bei der Sicherheit gilt ‚lieber zu früh als zu spät‘.“
Interessieren Sie sich für den Rotkreuz-Notruf? Dann lesen sie hier weiter oder rufen Sie uns an: 0848 012 012. Gerne geben wir Ihnen Auskunft oder vereinbaren einen unverbindlichen Beratungstermin.

*Name geändert

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