5 Fragen an... Mitarbeitende stellen sich vor

Im Interview: Daniela Priori

Daniela Priori ist seit Juli 2020 die Leiterin Bildung beim SRK Kanton Aargau. Gemeinsam mit ihrem Team ist sie beispielsweise für den Lehrgang Pflegehelfer/ -in SRK oder den Babysitting-Kurs SRK verantwortlich.
Daniela Priori

Was gefällt dir am besten an deiner Arbeit?
Die Vielfältigkeit. Vom Kontakt zu unterschiedlichen Personen über administrative Aufgaben bis zur Konzeptarbeit hat es von allem. Zudem ist der Bereich Bildung sehr lebendig und kein Tag ist gleich. Wir sind ständig gefordert – was nicht immer leicht ist, aber es zwingt uns, flexibel zu bleiben und neue Wege zu gehen. Und es treibt uns auch persönlich voran.

Welche Herausforderung im Bereich Bildung beschäftigt dich im Moment besonders?
Für den Lehrgang Pflegehelfer/-in SRK interessieren sich viele Migrantinnen und Migranten, die die deutsche Sprache zu wenig beherrschen, aber einen grossen Willen haben und sehr geeignet wären, als Pflegehelfende zu arbeiten. Im theoretischen Teil sowie im Praktikum sind aber gute Deutschkenntnisse unentbehrlich. Mir liegt sehr am Herzen, einen Weg zu finden, die Qualität des Lehrgangs hochzuhalten und gleichzeitig diesen Personen den Besuch der Ausbildung zu ermöglichen. Es ist oft die Chance für sie, aus ihrer prekären Situation rauszukommen, eine Stelle zu finden, finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen und ihre Integration voranzutreiben.

Wofür bist du in deinem Leben am meisten dankbar?
Ich hatte das Privileg, mich lange und ganz auf das Gross- und Erziehen meiner Töchter konzentrieren zu dürfen. Zudem habe ich stets meine freiwilligen Tätigkeiten mit meinem Familienleben bestens vereinbart.

Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?
Da ich keine Frühaufsteherin bin, sollte mein perfekter Tag nicht vor 10 Uhr starten. Danach bin ich lange draussen in der Natur, um viel Sonne und Energie zu tanken. In Ruhe ein Buch lesen und leckeres Essen runden meinen «Traumtag» ab.

Wofür ist es nie zu spät?
Aus der eigenen Komfortzone rauszukommen und zu ändern, was im eigenen Leben nicht mehr stimmt. Es braucht Mut und Kraft, unbekannte Wege zu gehen. Die Chancen, die sich dadurch öffnen, sind die Belohnung dafür. Das war bei mir der Fall, als ich mich nach einer langjährigen Familienpause wieder in die Arbeitswelt gewagt habe. Durch Umwege habe ich meine Traumstelle beim SRK Kanton Aargau gefunden – die perfekte Krönung meiner Anstrengungen.