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«Ich will den Menschen etwas zurückgeben»

Joe Schnetzler führte 30 Jahre lang die Schnetzler Metallbau AG in Laufenburg. Nun engagiert er sich seit fast sechs Jahren als freiwilliger Fahrer beim Aargauer Roten Kreuz. Er verrät, wie seine Motivation mit seiner Zeit als Unternehmer zusammenhängt
Bei Joe Schnetzler läuft im Auto immer klassische Musik – laut ihm die perfekte Hintergrundmusik für ein gutes Gespräch.

Er ist leidenschaftlicher Chorsänger und Motorradfahrer, ist Mitglied im Museumsverein Laufenburg und hilft, sich um die Weinreben eines Freundes in Schinznach zu kümmern. Auch seine Familie und seine fünf Grosskinder geniesst er sehr. Wie schafft es Joe Schnetzler, sich zusätzlich noch beim Aargauer Roten Kreuz als freiwilliger Fahrer zu engagieren? «Das Paket stimmt. Das Engagement ist eine grosse Bereicherung», so der 68-Jährige. Seit bald sechs Jahren fährt Joe Schnetzler Menschen, die in ihrer Mobilität auf Hilfe angewiesen sind, zum Arzt, ins Spital oder zur Therapie. «Es ist wichtig, dass sich Freiwillige im Rotkreuz-Fahrdienst engagieren. Damit helfen wir dort, wo es nötig ist – zu Konditionen, die man sich leisten kann», so Joe Schnetzler. Ihm sei aber auch bewusst, dass es wichtig ist, eine gesunde Distanz als freiwilliger Fahrer aufzubauen: «Zum Teil erfahre ich von schwierigen Schicksalsschlägen oder Lebensumständen. Damit ich mich noch lange als Fahrer engagieren kann, ist es wichtig, dass ich auch auf meine mentale Gesundheit achte.»

Er musste nicht lange überlegen
Dreissig Jahre lang hat Joe Schnetzler das Familienunternehmen Schnetzler Metallbau AG in Laufenburg geführt. Als er dieses vor bald sechs Jahren seinem Sohn übergab und in Pension ging, machte ihn ein Chor-Kollege auf den Rotkreuz-Fahrdienst aufmerksam. Er musste nicht lange überlegen, wie er erzählt: «Als Unternehmer durfte ich 30 Jahre auf die Unterstützung und das Vertrauen vieler Menschen zählen. Ich will ihnen etwas zurückgeben.» Joe Schnetzler fährt monatlich jeweils eine Woche intensiv mit dem Rollstuhlauto des Aargauer Roten Kreuzes. Daneben steht er auch für spontane Anfragen mit seinem privaten Fahrzeug zur Verfügung. «Der Kontakt zur Rotkreuz-Regionalstelle in Frick gefällt mir sehr. Die Mitarbeiterinnen sind freundlich und sehr engagiert. Das motiviert mich zusätzlich», so Joe Schnetzler, und er ergänzt: «Das Freiwilligen-Engagement im Rotkreuz-Fahrdienst ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und erfüllt einen. Ich kann es nur empfehlen.»

«Das Freiwilligen-Engagement im Rotkreuz-Fahrdienst ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und erfüllt einen. Ich kann es nur empfehlen.»
Joe Schnetzler, freiwilliger Fahrer