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Dabei sein ist alles

Schon im antiken Griechenland brachten die Olympischen Spiele verschiedene Kulturen zusammen – und genau gleich wie heute massen sich schon damals alle vier Jahre Athletinnen und Athleten in zahlreichen Sportarten. In dieser Tradition trafen sich im Oktober 2019 in Baden Teilnehmende verschiedener JRK-Aktivitäten und JRK-Freiwillige, um die Gewinner der diesjährigen JRK-Spielolympiade zu küren. Den Siegreichen winkte zwar Ruhm und Ehre, aber getreu dem Olympischen Motto «Dabei sein ist alles» standen der Spass und das Zusammensein im Vordergrund.

Speere flogen keine durch die Halle und auch Streitwagen wie bei den alten Griechen suchte man in Baden vergebens. Die sechs Teams aus Teilnehmenden und Freiwilligen traten stattdessen im modernen Fünfkampf an: HindernisparcoursKleiderstafette, Drei-Bein-LaufBüchsenwerfen und Reifenspiel. Bevor der Startschuss fiel, wählten die Teams noch ihre Teamnamen. Es herrschte reges Treiben in der Halle und alle machten sich mit grosser Motivation und Vorfreude daran, den sportlichen Olymp zu erklimmen. 

 

Höher, schneller, weiter – beim Hindernsparcours zeigten die Athletinnen und Athleten bereits ihr ganzes Können, indem sie sich so schnell wie möglich über Schwebebalken schwangen oder scheinbar mühelos einen Kasten übersprangen. Der Parcours bot Hindernisse aller Schwierigkeitsgrade und so fanden dann auch alle Gefallen an dieser Herausforderung. Bei der Kleiderstafette und bei dem Drei-Bein-Lauf hingegen war nebst Schnelligkeit und Kraft vor allem Geschicklichkeit angesagtOb klein oder gross, alt oder jung – unter lauten Anfeuerungsrufen des Publikums versuchten die Sportlerinnen und Sportler in diesen Disziplinen, mit zusammengeschnürten Beinen oder in dicke Winterkleider eingehüllt, ihrem Team den Sieg zu sichern. Auf den Rängen herrschte derweil Begeisterung ab so viel Einsatzfreude. Die Treffsicherheit zählte im vierten Spiel des FünfkampfwettbewerbsBeim Büchsenwerfen, einer Weiterentwicklung des antiken Pfeilbogenschiessens, konnten die unterschiedlichsten Strategien bestaunt werden. Während die einen mit Finesse vorgingen, wählten andere pure Muskelkraft als Mittel, um alle Büchsen mit möglichst wenigen Würfen abzuräumen. Beim Reifenspiel schliesslich galt es, mehr noch als in allen anderen Sportarten, einander zu unterstützen und als Team das Ziel zu erreichen. Die Aufgabe, einen Hula-Hoop-Reifen in einem Kreis von einem Teilnehmenden zum nächsten zu bewegen, war durchaus knifflig, wurde jedoch unter viel Gelächter von allen bravourös gemeistert. 

 

Erschöpft und glücklich nach solch einem intensiven Wettstreit fanden sich zum Abschluss der Festspiele Teilnehmende und Freiwillige zur Rangverlesung mit anschliessendem Apéro ein. Strahlende Gesichter freuten sich sichtlich über die erbrachten Leistungen. Anstelle von Lorbeerkränzen erhielten die Olympionikinnen und Olympioniken in der JRK-Spielolympiade kleine Rucksacktaschen und Bouncingballs. Mit einem erfrischenden Getränk und einer Stärkung liess man den spannenden Nachmittag ausklingen. Die Spielolympiade zeigte erneut, dass Sport verbindet, dass Bewegung guttut und dass «teamwork makes the dream work». 

 

Wenzel Roth