Aarau, 21.09.2017
Am 21. September 2017 jährt sich der Welt-Alzheimertag zum 24. Mal. Auf der ganzen Welt finden Veranstaltungen statt. Das Aargauer Rote Kreuz engagiert sich das gesamte Jahr hindurch für pflegende Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen.
Mehr als die Hälfte wird zu Hause betreut
Demenz ist eine Erkrankung, bei der die Hirnleistungen allmählich abnehmen. Sie äussert sich in Sprachstörungen, in der Schwierigkeit, bekannte Menschen und Gegenstände zu erkennen und sich in der vertrauten Umgebung zurechtzufinden, sowie in einer Abnahme des Urteils- und Denkvermögens. Nicht jede Person, die ab und zu verwirrt ist, leidet zwangsläufig an Demenz. Auch starke Vergesslichkeit ist noch keine Demenz. Umgekehrt treten bei einer Demenz nicht nur Gedächtnisstörungen auf. Deshalb sollten die Ursachen eines unerklärlichen Verhaltens unbedingt frühzeitig abgeklärt werden.
Mehr als die Hälfte der Menschen mit Demenz wird zu Hause betreut und gepflegt – in den meisten Fällen von Ehepartnerinnen oder Ehepartnern. Die Organisation des täglichen Lebens wird dabei immer schwieriger für die pflegenden Angehörigen. Sie sind rund um die Uhr gefordert und stossen an ihre Belastungsgrenzen, während für die eigenen Bedürfnisse kaum Zeit bleibt. Das Risiko, selbst zu erkranken, steigt.
Bildung und Entlastung
Das SRK Kanton Aargau informiert interessierte Personen mittels diverser Bildungsangebote zum Thema Demenz und bildet sie in der Pflege der Angehörigen weiter. Der Entlastungsdienst Dementia Care wie auch die Tagesstätte in Frick stehen den pflegenden Angehörigen als Unterstützungs- und Entlastungsangebot zur Verfügung.